FAU vor Arbeitskampf im Kino Babylon Mitte
Die Neue Babylon Berlin GmbH lehnt Verhandlungen über einen von der FAU Betriebsgruppe vorgelegten Haustarifvertrag ab und eskaliert so den Konflikt um bessere Arbeitsbedingungen. Bereits seit Monaten bemüht sich die Belegschaft des Traditionshauses am Rosa-Luxemburg-Platz ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern. Berichte über die prekären Verhältnisse gegen die sie sich wehren, gingen durch die Berliner Presse und das internationale Fernsehen. Die Geschäftsleitung reagierte bislang mit Kündigungen und anderen Repressalien. Im nun vorgelegten Vertrag geht es u.a. um Löhne auf einem würdigen Niveau, Nacht- und Feiertagszuschläge, sofortige Umwandlung aller befristeten Verträge in unbefristete, ordentliche Entlohnung von PraktikantInnen. Kurzum: Das sofortige Ende prekärer Verhältnisse im Babylon Mitte. Lars Röhm vom Allgemeinen Syndikat der FAU Berlin erklärte hierzu: “Ein solches Vertragswerk setzt man durch, oder man lässt es. Wir sind stärkste Gewerkschaft im Betrieb, gut aufgestellt und organisiert. Da nützen auch keine Taktierereien. Wir werden den Haustarif mit allen Mitteln durchsetzten und ich bin mir nicht sicher, ob der Geschäftsleitung des Babylon Mitte wirklich bewusst ist, worauf sie sich damit einlässt.”
Die Geschäftsleitung des Kino Babylon hat Verhandlungen über einen Haustarifvertrag rundweg abgelehnt und spricht der FAU die Tariffähigkeit ab. Gleichzeitig versuchen die Geschäftsführer, von denen einer mit der Linkspartei liiert ist, einen Spaltpilz in die Belegschaft zu treiben, indem sie versuchen, der FAU Betriebsgruppe anzulasten, ihre Gewerkschaft habe an den Aktionen gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm teilgenommen und außerdem die BetriebsbesetzerInnen der Bike Systems in Nordhausen mit dem «Strike Bike» unterstützt. Das könne man im Verfassungsschutz-Bericht nachlesen. Man darf gespannt sein, wie die zahlreichen linken Gruppen, Antifas und auch die Partei «Die Linke» (die dem Babylon Jahr für Jahr einige hunderttausend Euro Steuergelder zuschanzt), die das Kino gerne für ihre Veranstaltungen nutzen, auf solch eine Strategie reagieren werden. Die Tage der ungestörten Ausbeutung der Belegschaft unter pseudo-kulturalternativem Deckmäntelchen dürften jedenfalls hoffentlich gezählt sein.
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